Gründe, psychotherapeutische Hilfe
zu suchen
sind z.B. Ängste, Depressionen, Arbeitsstörungen, Schlafstörungen, Essstörungen, Zwangsgedanken, sich wiederholende Beziehungsstörungen mit Partnern, Kindern, Freunden und Verwandten, im Beruf, mangelndes Selbstwertgefühl, körperliche Beschwerden, für die Ärzte keine ausreichenden somatischen Ursachen finden können wie z.B.
Schmerzen, Erschöpfungszustände, Bluthochdruck, Herzbeschwerden, Magenschmerzen, Durchfälle, Kopf- und Rückenschmerzen, sowie andere psychisch mitbedingte Erkrankungen wie Neurodermitis, Colitis ulcerosa, Morbus Crohn, Asthma, Allergien...
Unserer Arbeit liegt ein biopsychosozialökologisches Krankheitsmodell zugrunde
Zur Klärung des psychischen Anteils von Krankheiten und Befindlichkeitsstörungen im Vergleich zum Einfluss der Gene und körperlicher Faktoren eignet sich z.B. das Buch „Das Gedächtnis des Körpers“ von Prof. Joachim BAUER. Auch Prof. Christian SCHUBERT zeigt in seinem Lehrbuch zur „Psychoneuroimmunologie und Psychotherapie“ und in seinen populärwissenschaftlichen Büchern „Was uns krank macht, was uns heilt - Aufbruch in eine neue Medizin. Das Zusammenspiel von Körper, Geist und Seele besser verstehen“, und in "Immunsystem - neu gedacht. Wie psychische und soziale Faktoren unsere Gesundheit stärken" (2025), wie eng Körper, Psyche, soziale Beziehungen und das Immunsystem zusammenhängen. Die Kollegin Lea DOHM von "Psychotherapists for Future" erweitert das auf VON UEXKUELL zurückgehende Krankheitsmodell um die ökologische Komponente. Die Zusammenhänge von Psychotherapie und Politik thematisiert der Psychoanalytiker Dr. med. H.-Joachim MAAZ z.B. in seinem Buch "Normopathische Demokratie – zur Notwendigkeit einer innerseelischen Demokratie" s.a. 40 Min. Video
Im Bild von Helga Rost-Haufe (1930-2025) kann man eine Spirale sehen. Diese wird am Anfag einer Therapie häufig als Abwärtsspirale gesehen, die sich im Lauf der Zeit in eine Aufwärtsspirale verwandelt.

Wann und wie hilft Psychotherapie?
Bei Krisen ist das Wichtigste, den Glauben an sich selbst nicht zu verlieren und sich Menschen zu suchen, die einem Rückhalt geben. Das können PartnerInnen, FreundInnen, Selbsthilfegruppen oder Profis in Beratungsstellen und in Hausarztpraxen sein.
Wenn Sie aus einer aktuellen Krise auch für zukünftige lernen und Krisen als Chancen begreifen wollen, empfiehlt es sich in einer Psychotherapie zu überprüfen, was am eigenen Verhalten zur Krise beigetragen haben könnte und kurzfristig oder langfristig veränderbar ist.
Im gesetzlich geschützten Rahmen einer Psychotherapie ist es möglich, offen über sich und seine Anliegen zu sprechen. In der therapeutischen Beziehung können sich unbewusste Konfliktmuster abbilden, erlebt, akzeptiert und damit verarbeitet werden.
Psychotherapie umfasst auch die Entwicklung neuer Lösungen und Handlungsmuster im Umgang mit sich selbst und anderen und die Wiederentdeckung verloren geglaubter Ressourcen. Die verbesserte Konfliktbewältigung macht belastbarer, leistungsfähiger, lebensfreudiger, gesünder und beziehungsfähiger.
Zu den Rahmenbedingungen einer professionellen Psychotherapie gehören vor allem
• feste, verlässliche und regelmäßige Termine, die Neutralität und Unabhängigkeit der TherapeutInnen
• die Sicherheit, dass nichts aus der Therapie von BehandlerInnen nach aussen dringt oder aus Eigennutz missbraucht wird
• Diskretion gegenüber allem, was geäußert wird
• die Bereitschaft, über alles zu sprechen, was einem in den Sinn kommt, auch wenn es unsinnig oder unpassend erscheint
• klare Vertragsbedingungen über die Bezahlung/Kostenübernahme durch die Kasse.
Vorteile von Psychotherapie
In Psychotherapien können Zusammenhänge zwischen dem aktuellen Leiden und seinen unbewussten und verborgenen Gründen bewusst werden, die vorher aus eigener Kraft und Willensanstrengung nicht aufzufinden, zu ertragen oder zu bewältigen waren.
Dass seelische Krankheit nicht nur Leid und Arbeit bedeutet, sondern durch eine erfolgreiche Psychotherapie im Nachhinein auch zu einer Quelle neuer Kraft werden kann, ist eine bedeutsame Erfahrung, von der viele ehemalige PatientInnen berichten.
Was heisst tiefenpsychologisch fundierte und analytische Psychotherapie?
Die von FREUD begründete und und vielen anderen weiterentwickelte Psychoanalyse versteht sich als Wissenschaft, Forschungsmethode und als ein psychotherapeutisches Behandlungsverfahren. Die Bearbeitung unbewusster Konflikte in einer zuverlässigen therapeutischen Beziehung hat sich als wesentlicher Beitrag zur Heilung oder Besserung psychischer Leiden erwiesen. Die FREUDsche Theorie wurde vor allem durch ADLER und JUNG ergänzt und später unter anderem von KOHUT und KERNBERG weiterentwickelt.
Analytische Psychotherapie als kassentechnischer Begriff bedeutet die Anwendung der Psychoanalyse auf die Krankenbehandlung.
Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie ist eine davon abgeleitete Methode, die sich auf die Bearbeitung eines einzelnen Konfliktes in der Krankenbehandlung konzentriert.
Dipl.-Psych. Hanna Tlach ist in psychoanalytischer Psychotherapie nach ADLER ausgebildet und hat bei den ADLER-Schülern HEISTERKAMP in Düsseldorf, Irene KUMMER in Zürich und dem FREUDIANER Tilman MOSER in Freiburg körpertherapeutische Weiterentwicklungen kennengelernt. Sie orientiert sich auch an politisch engagierten PsychoanalytikerInnen wie Thea BAURIEDL („Psychoanalyse ohne Couch“, „Leben in Beziehungen“, „Wege aus der Gewalt“), Erich FROMM ("Humanismus in Krisenzeiten"), Horst-Eberhard RICHTER („Leben statt Machen“) und Stavros MENTZOS ("Der Krieg und seine psychosozialen Funktionen").
M.Sc. Désirée Katzenberger ist in tiefenpsychologisch fundierter Psychotherapie an der Wiesbadener Akademie für Psychotherapie ausgebildet. Der Vater des Institutsleiters Dr. PESESCHKIAN, stammt aus dem Iran und schrieb das Buch "Positive Psychotherapie".
Das WIAP-Institut ist mit der World Association for Positive and Transcultural Psychotherapy (WAPP) e.V., die auch in Wiesbaden ansässig ist, verbunden. Vom 11.–16.10.26 findet deren internationaler Kongress in Budva, Montenegro, an der Adria statt. Der Verband hat über 3.000 Mitglieder in 65 Ländern. Thema: „Healing Across Cultures – Positive Mental Health in a Complex World“ s. https://wapp2026.org/
Entspannungstraining
Entspannung ist nicht vereinbar mit Angst.
Bei Bedarf wird Ihnen Frau Tlach die „Progressive Muskelrelaxation“ (PMR) nach JACOBSON mit Meditationselementen nach KABAT-ZINN als Technik vermitteln, um das Aktivierungsniveau besser der Situation anzupassen. Wie aus der Grafik zu ersehen, erreichen wir bei mittlerem Aktivierungsniveau unsere optimale Leistungsfähigkeit, während wir im Stress oder bei zu geringem Aktivierungsniveau nicht so gut den Anforderungen des Alltags entspechen können (YERKES-DODSON Gesetz von 1913).
